Individuelle Förderung

Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen bilden eine Klasse und werden durchgängig in diesem Klassenverband unterrichtet. Das unterschiedliche Leistungsvermögen muss im Unterricht berücksichtigt werden. D.h. der Unterricht ist nicht für alle Kinder genau gleich, sondern der Unterrichtsstoff, die Unterrichtsgestaltung oder die Unterrichtsorganisation werden dem Leistungsvermögen der einzelnen Kinder angepasst.

 

Ein Beispiel aus dem Sport verdeutlicht die Notwendigkeit dieser sog. inneren Differenzierung (oder Binnendifferenzierung) anschaulich: Beim Weitsprungtraining können alle Kinder dieselbe Sprunggrube benutzen. Es ist egal, ob ein Kind 2,50 m oder 5,50 m weit springt.  Beim Hochsprung ist dies jedoch anders. Für ein sinnvolles Training muss man differenzieren. Beispielsweise verwendet man für eine Gruppe eine Schnur, die einen Meter hoch ist, während man für die andere Gruppe eine Hochsprunglatte auf 1,30 m legt.

 

Die innere Differenzierung kann auf vielfältige Art und Weise erfolgen. Darüber wurden bereits zahlreiche Bücher verfasst. Nur einige Maßnahmen, die an der Gemeinschaftsschule Nortorf auch Verwendung finden, sollen an dieser Stelle beispielhaft genannt werden.

 

Differenzierung des Unterrichtsstoffs:

  • Die Anzahl der Aufgaben wird dem Arbeitstempo angepasst.
  • Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben wird dem Leistungsvermögen angepasst.
  • Den Kindern stehen Aufgaben zur Wahl.
  • Leistungsfähigere Kinder erhalten offenere Aufgabenstellungen.

 

 

Differenzierung über die Unterrichtsgestaltung

  • Leistungsfähigere Kinder bekommen besondere Aufgaben. (Z.B. stehen sie als Helfer für  Mitschüler zur Verfügung.)
  • Verschiedene Unterrichtsmethoden unterstützen die Abstimmung auf den einzelnen Schüler – die sog. Individualisierung.

 

 

Differenzierung über die Unterrichtsorganisation

  • Eine Klasse wird in einem Teil der Stunden von zwei Lehrkräften betreut (sog. Doppelbesetzung). Dies können zwei Lehrkräfte der Gemeinschaftsschule sein oder die Lehrkraft der Gemeinschaftsschule erhält Unterstützung durch eine Lehrkraft des Förderzentrums. Hieraus ergeben sich u.a. folgende Möglichkeiten:
    • Zwei Lehrkräfte stehen als Helfer zur Verfügung.
    • Die Lehrkräfte bilden zwei Gruppen innerhalb der Klasse. Eine Lehrkraft kümmert sich vorübergehend nur um eine Gruppe (z.B. eine Tischgruppe, sehr schwache Kinder, sehr leistungsstarke Kinder, zufällige Halbierung), eventuell auch in Gruppenräumen oder im Computerraum.
  • Besondere LRS-Förderung.
  • Aus dem Unterricht heraus wird für leistungsstarke Kinder die Teilnahme an Wettbewerben organisiert.